Über den CVJM

Geschichtliches des CVJM Dreis-Tiefenbach

1848 wurde der CVJM Westbund gegründet. Zu diesem Bund schlossen sich Vereine zusammen, die Junge Handwerker, Fabrikarbeiter oder Kaufmannsgehilfen ins Leben gerufen hatten, um einerseits einen Treffpunkt zu schaffen, der den vielen unguten Einflüssen (z. B. Alkohol- und Spielsucht) der Städte und Industrieansiedlungen eine sinnvolle Freizeitgestaltung entgegensetzte, andererseits wollte man im Wort Gottes und durch den Glauben an Jesus Christus eine Lebensperspektive und festen Halt vermitteln. Im Mittelpunkt stand von Anfang an die Sammlung um die Bibel und zum Gebet.

Für diese Bewegung der Jünglingsvereine, die sich bereits 1855 auf internationaler Ebene in Paris, mit der Formulierung der "Pariser Basis", zusammengeschlossen hatten, sollte nun auch im Siegerland Werbung gemacht werden. Mit die ersten Vereine waren Weidenau, Eiserfeld und Niederschelden. Im August 1889 wurde dann der "Männer- und Jünglingsverein" Dreis-Tiefenbach gegründet. Von 1893 wurde berichtet, dass die Vereinsaktivitäten eine Bibelsprechstunde am Sonntag - wohl zugleich die Versammlungsstunde der Gemeinschaft-, die Gebetsstunde am Mittwoch, eine Bibelsprechstunde am Freitag sowie die Gesangsstunde des Männerchores am Samstag. Daraus wird schon deutlich, wie eng von Beginn an das Leben des Vereins, der Chöre und der Gemeinschaft miteinander verknüpft war. Es bildete eine Einheit im gegenseitigen Geben und Nehmen. Alte und Junge wussten sich verbunden in dem Ziel, dem gemeinsamen Herrn Jesus Christus nachzufolgen und ihn zu bezeugen.

Inzwischen hatte sich ein Posaunenchor gebildet und auch ein Gemischter Chor. Nach der Gründung eines Zitherchores wurde es dringend Zeit, ein eigenes Vereinshaus zu bekommen. Im Oktober 1901 wurde diese dann in Dienst genommen. In den folgenden Jahren versuchte man aus dem Jünglingsbund auszutreten, um einen Anschluss an die Freie Gemeinde herbeizuführen. 1914 wurde der Austritt dann vollzogen. Aber erst 1933, unter dem Druck des nationalsozialistischen Staates auf die Jugendarbeit, bemühte man sich um einen erneuten Abschluss an den CVJM-Westbund. Die Zeit des Nationalsozialismus brachte dann einschneidende Beschränkungen für die Arbeit mit jungen Leuten. Die Hitlerjugend der Partei beanspruchte die Jugend für sich. In dieser schwierigen Zeit des Krieges wurde auch die Arbeit der Chöre stark behindert. Trotzdem wurde der Chorbetrieb aufrecht gehalten.

Für die Jugendarbeit bedeuteten die Nachkriegsjahre ein Neuanfang, der zugleich ein neuer Aufbruch mit viel Begeisterung und Dienstbereitschaft, mit einer großen Leidenschaft für die Sache Jesu war. 1934 war es Johannes Busch als Bundeswart des CVJM Westbundes, der junge Männer zum Mitarbeiterdienst aufmunterte und sie auch begleitete. Dadurch kam es zur Bildung einer eigenen Jugendgruppefür Jungen über 14 Jahre. Mitte der 50er Jahre blühte die Jugendarbeit des CVJM. Als 1958 dann das neue, erweiterte Vereinshaus in Dienst gestellt werden konnte, gab es endlich auch eigene Räume für die Jugendarbeit. Sport wurde auch im CVJM betrieben. In den 50er Jahren wurden verschiedene Sportfeste im Umkreis besucht. Im Jahre 1966 wurde dann die Mädchenjungschar für das Alter 10-14 Jahre gegründet. Drei Jahre später, als die "CVJM-Mädchenarbeit" im Bereich des CVJM-Westbundes gegründet wurde, konnten auch offiziell aus den "jungen Männern" "Menschen" werden, d. h. das "m" im Namen "CVJM" durfte nun für "Menschen" stehen, wenn der Verein seinen Namen dahingehend änderte.

Diesen Schritt taten die Dreis-Tiefenbacher 1971. Nach einer Norwegenfreizeit 1977 traf man sich zum vierstimmigen Gesang. Einige Jahre später entstand daraus ein Jugendchor. 1977 wurde durch eine Neuordnung der Gruppenarbeit der heutige Kreis junger Erwachsener (KJE) als Treffpunkt für Jugendliche ab 17 Jahren. Bereits vorher hatten sich 14- bis 16-jährige Jungen zu einer Jungenschaft zusammen getan. Seit 1978 besteht auf dem Heckersberg eine Kindergruppe im AWO Kindergarten. Diese Gruppe ist für Kinder ist für 6- bis 12-jährige Kinder. Im Jahre 1993 wurde dann eine Gruppe für "Mütter und Väter" gegründet. Diese Krabbelgruppe hat seit der Zeit stetigen Zuwachs bekommen. Es ist ein anderes Gebiet des CVJM, denn es sind meistens Gäste, die mit dem CVJM nichts zu tun haben. Und trotzdem ist die Gruppe stark besucht. Für Senioren ab 55 Jahre besteht auch eine Möglichkeit der Begegnung. Alle 14 Tage treffen sie sich, um über verschiedene Themen zu reden.

Nach Anfragen und Hinweisen wurde 2000 eine Öffentlichkeitsarbeits-Gruppe ins Leben gerufen. Sie soll den Verein von CVJM und Gemeinschaft in der Öffentlichkeit, sprich Presse, vertreten durch Benachrichtigung von Veranstaltungen und besonderen Aktivitäten unserer Gruppen. Dazu zählt auch die Vereinszeitung "DOPPELPUNKT" und die Internet-Seite.

Kontaktperson

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Dörthe Heilmann
Gustav-v.-Mevissen-Str. 105
57072 Siegen
E-Mail an Dörthe Heilmann